
Nach dem Schlaf der Gerechten (in der Unterkunft) und der großen Waschung, ging es pünktlich 8:30 Uhr zum Zeltplatz, denn dort wartete schon „die Speisung der 5000“ in Form des besten Frühstücksangebotes zwischen Großer Röder und Elbe. Mit dem noch immer schwärmenden „DDK-Torhüter“ und den beiden letzten Überlebenden Fürstenwaldes konnte man Freunde im Geiste gewinnen, um sich Richtung Fressmeile zu schleppen. Auf dem Weg dahin musste man am Lagerplatz der Bernauer vorbei – man munkelt, aus einem alten Kassettenrekorder schallte „Heute, heute sind wir alte Leute“ – , aber auch die Cottbuser waren nicht weit, nur dort wurde noch gegammelt. Der Rotmilan wurde von Falken und Krähen immer wieder in seiner Flugroute gestört. (Mehr dazu www.rotmilanwurdevonfalkenundkrähenimmerwiederseinerflugroutegestoert.de)

90 Minuten fraß man sich durch das reichhaltige Frühstücksangebot und man war gestärkt, um sich auf den Marsch gen Waldbad (Wellnessbereich) machen zu können. Der Weg führte durch die hiesige Gartenanlage, welche noch immer ein paar prächtige Flurstücke (scheinbar zum Kauf) vorhielt. Nächste Sehenswürdigkeit, das Mitarbeitendenlager. Man warf ein paar Groschen über den Zaun und bedankte sich fürs Durchführen des Festivals, aber viel Zeit für Lobhudelei war nicht, denn der Eingang des Waldbades mit seinem markanten Türsteherbademeistermenschen war schon in Sicht. Kurz anstellen, Schwimmbefähigung vorzeigen und noch 15 Minuten warten. Warum warten? „Man darf erst 30 Minuten nach dem Essen essen baden gehen!“ – Weiß doch jeder!

Auf der Suche nach dem passenden Plätzchen konnte man auf die Erfahrung der Vorjahre setzen. Aufgemerkt: Lasst euch nieder wo immer ihr wollt! Unsere Stelle verraten wir nicht – ist nämlich die BESTE! Nun verhielt man sich wie ein Waldbadbadegastmensch – man spielte SKAT (Großartiger SKAT-Hit) und guckte u. a. heimlich Menschen. Nach ca. sieben Stunden peilte man das Festivalgelände an. Dort angekommen spielten nach und nach Bands mit Instrumenten. Währenddessen wurden weitere Unterschriften für die Petition „Petition gegen das Abspielen von OXO86 auf Festivals“ gesammelt. Was musste man sich anhören: „Du bist doch bekloppt“, „Wie soll ich das verstehen?, „Ich mag OXO86 – zieh Leine!“, aber auch interessiertes Nachfragen kam hin und wieder vor. So fragte ein offenkundig schlauer Menschen, denn er hatte ein DJ Schimpagner Shirt an -„Wo wird die Petition gegen das Abspielen von OXO86 auf Festivals abgegeben werden und wie will man das durchsetzen?“ – Ein Schritt noch und dann sehen wir weiter! Wie aus dem Nichts tauchten zwei Szenegrößen auf, wobei der eine nur auditiv wahrnehmbar war und unterschrieben jeweils für den anderen (Gegenseitiges Prokura lag vor). Ronny Hecht (Marc Wolga) und Marc Wolga (Ronny Hecht) vergaßen kurz ihre Fehde, zeichneten freudestrahlend gegen und boten an, dass man Merch und mehrere Solikonzerte machen müsste, um so der Petition gegen das Abspielen von OXO86 auf Festivals mehr Nachdruck zu verleihen und dem Treiben all jener unqualifizierten OXO86-Abspielenden ein Ende zu setzen. Diese Idee nehmen wir auf und arbeiten mit Hochdruck an der künftigen Umsetzung!
Naja irgendwelche Bands mit Ansagen spielten, aber man durfte nicht den Moment des Verwandelns verpassen – sonst hätte man mit einem Kürbis zurück zu Unterkunft fahren müssen.

