
Sonnabend (der Tag nach Freitag und vor Sonntag), ja, Sonnabend!
Okay, der Tag begann ähnlich wie die anderen – in gewohnter Umgebung, genauer gesagt in der Unterkunft (★★★★☆)! Nach dem üblichen Kulturprogramm schwang man sich ins Automobil, um pünktlich (ca. 9 Uhr) auf dem Tagesparkplatz abzuparken. Dort standen, irgendwie selbstverständlich, Autos vom Vortag. Autos, in denen Menschen schliefen – man könnte sagen: hausten. Dies war selbstverständlich verboten und wurde auch prompt durch eine Hasstirade den Schlafenden verdeutlicht: „BIN ICH HIER DER EINZIGE IDIOT, DEM REGELN NOCH IRGENDWAS BEDEUTEN?“ Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies nur im Kopf des Schreibers geschah. Schnellen Schrittes ging es zu jenen, welche schon am Freitag frühstückten, ans Ende des Zeltplatzes. Der Weg zur Frühstücksoase erwies sich als Quell unerschöpflichen Wissens. Fürstenwalde und Oi!ranienburg erzählten irgendetwas von Neophyten und davon, man müsse etwas dagegen tun. Gespannt lauschte man den alten Lateinern. Der hochwissenschaftliche Dialog verebbte im Sand der Glaubitzer Endmoräne – wenn es so etwas gibt –, denn das Rumpelmobil des Welt-Diktators aus Bernau (dieser wird später noch Teil der Erzählung) kam in Sichtweite. Ab hier musste man vorsichtig sein, denn am frühen Morgen konnte man sich dieser Person nicht zeigen. Zum Glück aller Beteiligten zeigte sich jener Mensch nicht – noch nicht! Dank der frühen Zeit (ca. 9:20 Uhr) konnte man die besten Plätze okkupieren. Man trank und aß allerlei Getränke und Geesse. Nach einer Stunde und den ulkigsten Menschen, welche sich früh zum Fresstempel schleppten, zog man los, um sich für das Waldbad zu wappnen. Auf dem Weg dorthin änderte sich eigentlich nichts. An der Wellness-Oase angekommen, bezog man die geheime Liegefläche, und gegen Mittag war kaum noch Platz. Einige (also ein ca. 50-Jähriger) fingen Pokémon und Potsdamer Skinheadmenschen säumten das Areal.

Der offizielle Botschafter der Lausitz meldete sich mit seinem Auslandsreport. Wie immer sehr informativ, denn niemand beschreibt besser, wie man in einem anderen Land Mittag und Bier verköstigen kann.
Hiermit bietet der offizielle Botschafter der Lausitz, DJ Schimpagner, an, nächstes Jahr im Waldbad eine offizielle DJ-Schimpagner-Show abliefern zu können. Falls dies nicht erwünscht sein sollte, dann eben eine heimliche offizielle DJ-Schimpagner-Show auf dem Zeltplatz. Plakate kann man schon jetzt im offiziellen Botschafter-der-Lausitz-Fanshop gegen Geldeinheiten erwerben.

Dieser Mensch, der Mensch der tausend Namen, würde im weiteren Verlauf der Waldbadzeit seine Maske fallen lassen.
Wie kam es dazu?
Der gemeine Bernauer ist erst einmal ein sehr angenehmer Zeitgenosse, doch dieses sinistre Exemplar zeigte schnell, wohin die Reise gehen sollte. Es fing an mit einem Vortrag über den 30-jährigen Kugellagerkrieg (muss man wissen) und dem beliebten Ausflugsziel Bad Segeberg. Denn dort, das wissen die Wenigsten, finden alljährlich die Karl-Dall-Festspiele statt. Gefangen durch die Monologisierung des Welt-Diktators aus Bernau verging die Zeit fast wie im Fluge. Im Autopilotmodus absolvierte man jene Fantasiereise durch die Gedankenwelt des traurigen Fußballsympathisanten (BFC eieiei usw.). Plötzlich erhellte ein adrett wirkender Mann die Situation. Er erzählte von einem Freund mit 40 g Meth unter der Mütze, welcher nach Bayern fuhr und von der Polizei angehalten wurde. Der freundliche Übeltäter in spe wurde vom Polizeibeamten befragt, ob er denn Drogen genommen hätte. Dies wurde verneint. Daraufhin fragte der Gesetzeshüter, ob er denn jemals Drogen genommen hätte. Nach einer kurzen Denkpause verneinte der Freund dies ebenfalls. Prompt musste er in einen Becher pissen.
Diese unglaubliche Geschichte klang ausgedacht, aber sie wurde als verifiziert gekennzeichnet. Wir wissen bis heute nicht, ob diese Erzählung der Wahrheit entspricht oder nur in einem Ansagenerfindungslabor entstand.

Irgendwann wechselte man doch den Standort und fand sich auf dem Festivalgelände wieder. Viele Menschen guckten Bands, aßen Essen, tranken Getränke und führten Gespräche – einige unter ihnen konnten alles gleichzeitig!


Man kann sagen, dass das Back To Future Festival wie gewohnt genau das bot, wonach man suchte: Menschen, Musik und Wellness – oder eben all das, wonach euch der Sinn steht!
Besten Dank fürs Durchführen, vor allem an jene Menschen, die meist nur als Helferinnen bezeichnet werden. Wir würden sagen: MACHERINNEN!

