
Der Name ist Programm, denn einmal im Jahr muss man zum Punkrock Wellness nach Glaubitz. Traditionell findet eine Woche nach dem Boll och Bira Cup das Back to Future Festival statt. Donnerstag fuhr das Boll och Bira-Festival-Kfz direkt auf den BtF-Zeltplatz. Okay, davor gab es noch einen Abstecher in die Festivalunterkunft (ca. 2km entfernt), um sich häuslich einzurichten. Erster (2.) Stopp Zeltplatz und wer war schon vor Ort – die Senftenberger inkl. ihres Anführers Loschiniho. Standesgemäß wurde dieser mit seinem offiziellen Titel – „Meister des Fussballsports“ – begrüßt. Nach einer zweistündigen Auswertung des Boll och Bira Cups [Loschinho monologisierte (während er ohne Unterlass Jägermeister trank), wie er fast ein 6-jähriges Kind im fairen Zweikampf altaussehen lies] ging es weiter den gepflasterten Weg und siehe da – ein FOR Nummernschild. Selbstverständlich begrüßte man die beiden älteren Herren (Cottbuser-Szenegrößen), welche Hilfe suchend versuchten ein modernes Zelt und einen archaischen Pavillon aufzubauen. Zwei drei gekonnte Handgriffe später und noch immer war kein Lösungsansatz zu erkennen. Schlussendlich, nach zwei Stunden, konnten die baulichen Fähigkeiten in Form eines modernen Zeltes und eines archaischen Pavillon bestaunt werden. Auf dem Zeltplatz machte das Gerücht die Runde, dass Skinheads aus Babelsberg und Oi!ranienburger ihre Wagenburg schon aufgebaut hätten. Ergo ging es weiter an den Rand des offiziellen Campingbereichs und prompt tauchte das Aushängeschild (ein rostgrüner VW-Transporter) auf. Davor ein berühmter DJ – nein, nicht DJ Schimpagner! Nach den üblichen Beleidigungen einigte man sich irgendwie gemeinsam Richtung Festivalgeländeeingang zu gehen. Die komplette Gehzeit wurde auch mit dem DKK-Torhüter der Boll och Bira Cup ausgewertet und auch hier konnte man dem heroischen Geschwafel nicht wirklich zuhören.
Pünktlich, ca. 17 Uhr, konnte man das Festivalgelände betreten und die Stand-Meile präsentierte sich im subkulturellem Gewand. Der erste Stand – Angry Voice aus Finsterwalde mit seinen alten Schallplatten und sieben Aufnähern (Unikate). Allerdings, so konnte man durch geschicktes Erfragen herausfinden, dass es noch Bückware gab – eine sehr, sehr seltene CD.

Viele Stände boten ihre Waren feil, eben auch Contra Records, welcher trotz der sehr wichtigen Johnny Wolga – Rock Against Contra Records- Kampagne, noch immer auf Festivals zu finden war und ist. Leute wacht endlich auf!!11!!!!1!!

Johnny Wolga beendeten den musikalischen Abend. Hier seht ihr, dank eines extrem guten Objektivs (Carl Zeiss-Weltraumtechnologie), den Zwergenwolga (10²³-fache Vergrößerung) wie er auf die Kampagne aufmerksam machte. Der Trommel- & Hundewolga wollten einfach nur gucken, wie das Klatschfutter mit den Temu-Produkten (Wasserbällen und der Stofftierarmee) lustig zur „Musik“ spielten.
Und hier endet auch unser Donnerstagsbericht, denn die Unterkunft musste ja auch noch genutzt werden.
