„Punk in der DDR“ musikalische Lesung

Mit einer Performance aus Erzählung, Lesung, Bildspots, Leidenschaft, Ton-Dokumenten, Präsentation von Original-Utensilien und Stasiakten sowie einem live Musiker präsentiert Geralf Pochop in einem Kulturprogramm die „intensivste Zeit“ seines Lebens als Punk in der DDR. In seinem Buch „Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression“ hat er diese Erlebnisse festgehalten. „Die Rolle als vermeintliche Feinde hatten wir Punks angenommen. Der Staat hatte uns über etliche Jahre wegen unseres Musikgeschmacks und unseres Äußeren wie Feinde behandelt. Diese Rolle hatten wir angenommen. Wir hatten uns stark politisiert und nutzten unsere schwer erkämpften Freiräume nicht mehr nur, um unser Lebensgefühl auszukosten, sondern bauten ein Netz aus komplett autonomen Strukturen auf. Wir fanden Wege, den Wehrdienst zu verweigern, unsere Meinung auch öffentlich zu sagen, und wir redeten, wie uns der Schnabel gewachsen war. Wir gingen nicht zur Wahl, weil wir diese nicht als solche anerkannten. Unserer Kompromisslosigkeit hatte der Staat nichts entgegenzusetzen.“ „Punk war das Beste, was uns in der DDR passieren konnte. Wir wurden diskriminiert, gejagt und willkürlich weggesperrt, trotzdem waren wir freier als alle anderen. Es war die intensivste Zeit meines Lebens.“

Lesung mit Geralf Pochop,
musikalische Begleitung: Alüt

Das war der Boll och Bira Cup 2021

Schrankwand, Essenhort, Eierstulle drei Dinge die überhaupt nichts mit Fußball zu tun haben. Im Gegensatz zum diesjährigen Boll och Bira Cup 2021, welcher wie schon im Jahr zuvor, sowie im Jahr davor, als auch im Jahr davor, in Spremberg, am Fuße der Steinitz-Geisendorfer Endmoränenlandschaft stattfand. Von 10 angemeldeten Menschenmannschaften kamen am vergangenen Samstag neun pünktlich (außgenommen ein Team, welches nicht genannt werden darf) um 9:00 Uhr auf dem Gelände des FSV Spremberg 1895 e.V. an. Nach einer feierlichen Eröffnungsrede durch die (echte) Bürgermeisterin (leider ohne lustige Bömmelbommelei) konnten die Spiele gegen 10:00 Uhr beginnen. Die Spieler rannten dem doofen Ball hinterher und schossen Tore, oder auch nicht. Zwischendurch gab’s Regen und Regenpausen. Irgendwer gewann meistens, außer es stand Unentschieden. Die Ergebnisse wurden in Schreibschrift auf eine große Tafel geschrieben, um sie für später aufzuheben. In den Pausen zwischen den Spielen konnten die Spieler Rauchen und Bier trinken. Nachdem alle Mannschaften gegeneinander gespielt, genug geraucht und getrunken hatten, begann das Nachmittagsprogramm. Dieses begann mit Kätchen. Die Jungs von FWK Freak Wrestling Kamenz hatten auch dieses Jahr ihren Ring wieder aufgebaut. Gleich im ersten Match kämpfte der Garbage Brawler zusammen mit Alucard gegen Craber und Trouble Maker! Es gab Chokeslams, Neckbreaker, Elbow-Drops, Headbutts, Fishermans Friends und andere tolle Kätschermoves bis schließlich Alucard nach dem 10. Coverversuch das Match erfolgreich beendete. Anschließend betrat Dragon Fire den Ring, um den Schlachter ordentlich zu vermöbeln. Er entschied das Match nach ca. 5 Minuten für sich und ging eine Bockwurst essen. Pfundskerl und absoluter Publikumsliebling dieser Dragon Fire. Nun folgte ein Hardcore match bei dem sich der Outlaw und Bender gegenseitig mit Stühlen verprügelten, Spanplatten zertrümmerten, auf Stacheldraht (Drahtgröße BGW 12×12) warfen. Bender blutete Später am Rücken echtes Blut, bestimmt wegen des Stacheldrahtes. Zum Schluss kämpfte Double D gegen die Unbefugten (mit Spiderpieps – was für ein dämlicher Charakter) und seinen Kompagnons. Auch ein sehr schönes Match bei dem sich die Protagonisten große Mühe gaben die Schläge und Tritte echt aussehen zu lassen.Anschließend folgte die Siegerehrung mit erneuter Unterstützung der Bürgermeisterin, welche die Pokale an die Gewinnermenschenmannschaften austeilte. Alle waren Sieger, auch wenn einer nur Gewinnen kann, sang einst schon Mareike Amardo in der legendären Miniplaybackshow bei RTL Plus und auch hier war es so. Den ersten Platz belegte Torpedo Hecht e.V., sofern die Ergebnisse in Schreibschrift auf dem großen Zettel, vom Zettelverantwortlichen richtig abgelesen und ausgerechnet wurden. Den letzten Platz belegte (hab ich vergessen) und alle anderen Menschenmannschaften belegten die Plätze dazwischen.Wie Skinhead Reiner aus Schulzendorf immer zu sagen pflegt: Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Und so begann nach der Siegerehrung noch das Große Boll och Bira Cup Kegelturnier. Auch hier gab es einen verdienten Sieger, welcher nach einem spannenden Stechen 2 in Worten zwei !! Autos gewann.Nun folgte der musikalische Teil. Der professionelle Alleinunterhalter Dj Schimpagner präsentierte dem Publikum ein Potpourri aus musikalischer Scheiße, dargeboten mit hohem Unterhaltungswert und großartiger Kostümierung. Das Publikum applaudierte frenetisch und es gab im Anschluss einen riesigen Bedarf an Autogrammkarten dieses Ausnahmekünstlers. Danach enternten Skinsects aus Dresden die Bühne und lieferten im Clockwerk Orange Outfit ein großartiges Oi-Konzert ab. Mona Reloaded aus Bernau spielten im Anschluss und begeisterten das Publikum mit ihrem Punkliedgut ebenfalls und während sich der Deckmantel der Dunkelheit langsam ausbreitete, tanzte das Publikum zur Musik. Den Abschluss des Abends machte Die Notlösung – from Cash to Clash mit Coverversionen diverser Coverversionen bis in die Nacht. Auch hier wurde das Tanzbein geschwungen und dicke Skinheads rempelten andere dicke Skinheads, Punks und andere an.Ein toller Tag mit Spiel, Spass und guter LauneAbschließend zu erwähnen wäre noch das Pärchen auf der Skinhead-Hüpfburg, welches aus eben dieser, leichtbekleidet herauskam als diese in sich zusammenviel nachdem der Stecker gezogen wurde.

Der Sampler ist da

+++Punktlandung+++Auf der sprichwörtlichen „letzten Rille“ wurde heute das Paket entgegengenommen. Thomas Lockenkopf half sogar beim Tragen! Ein toller Sampler und wir danken den KünstlerInnen für das Beisteuern ihrer Werke! Mehr Infos demnächst und oder vor Ort!

New Rose Punkrockradio; Schmachwanderunk; Turbolover; Frei Bier Ideologen; Johnny Wolga; The Tikes; Astmatica; Eastie Ro!s; Roughnecks; Lord James; The Suburbs; Arthur and the Spooners; Dj Schimpagner; Die Fleescha; Die Notlösung – from Cash to Clash; The Ruckers; Max Power; Skinsects; Mona Reloaded; SteeltownRecordsGermany; Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.

Steeltown Records entsendet das Kopetenz-Team

SteeltownRecordsGermany entsendet das Kopetenz-Team zum Boll och Bira Cup 2021. Es werden Dinge feilgeboten, welche ihr euch ggf. durchs *Feilschen aneignen könntet.
*Anbei noch ein Verkaufsgespräch zu Lehrzwecken!
Wieviel? Schnell!
Was?
Es ist für meine Frau.
Oh, ähhh. 20 Schekel.
Fein.
Was?
Da, bitte sehr.
Moment mal.
Was?
Ja, wir müssen erst feilschen.
Nein nein nein. Ich muß schnell…
Was meinen sie mit „nein nein nein“?
Ich hab keine Zeit für…
Dann geben sie ihn zurück.
Nein nein. Ich habe ihn bezahlt.
Burt!
Ja?
Dieser Mensch will nicht feilschen.
Will nicht feilschen?
Also gut. Wenns denn sein muß.
Na gut. Hören sie. Ich will 20 dafür.
Sie haben sie gekriegt.
Wollen sie etwa behaupten, er wär nicht zwanzig Schekel wert?
Nein.
Sehen sie sich das an. Fühlen sie Qualität. Das sind keine Ziegenhaare.
Gut. Dann gebe ich ihnen 19 dafür.
Oh nein nein nein kommen sie, so macht das keinen Spaß.
Was?
Feilschen sie wie ein vernünftiger Mensch. Ist doch keine 19 wert.
Sie sagten gerade, er wäre 20 wert.
Oh meine Güte, meine Güte. Los kommen sie, feilschen sie.
Na schön. Ich gebe ihnen zehn.
Schon besser so. Zehn? Sie wollen mich wohl beleidigen, Mann! Mich mit einer im sterben liegenden Großmutter. Zehn?
Na gut, dann gebe ich ihnen elf.
Ja, so geht das. Er sagt elf? Hab ich richtig gehört, er sagt elf und mich hat er zwölf gekostet. Wollen sie mich ruinieren?
17.
Nananana!
17.18?
Nein, nein. Sie sind bei vierzehn.
Na dann gebe ich ihnen 14.
14? Das soll doch wohl ein Witz sein.
Aber wieso? Sie haben doch gesagt, ich soll das sagen. Sagen sie mir, was ich sagen soll, bitte.
Offerieren sie mir 14.
Ich gebe ihnen 14.
Hört ihr, er will 14 zahlen für dieses Stück…
15.
17, mein letztes Wort, und keinen Pfennig weniger oder mich soll der Schlag treffen.
16.
Gemacht.
War nett mit ihnen Geschäfte zu machen.
He! Hören sie mal. Ich gebe ihnen das hier noch dazu.
Ich will es nicht. Trotzdem Danke.
Burt!
Ja?
Also gut. Einverstanden, Einverstanden.
Wo sind die 16, die sie mir schulden?
Ich gab ihnen gerade zwanzig.
Oh. Ja natürlich. Dann schulde ich ihnen vier.
Nein, ist schon gut. In Ordnung. Lassen sie es so.
Warten sie. Ich habe sie hier irgendwo.
Nein.
Die vier für die Flasche.Vier? Für diese tolle Flasche? Vier? Sehen sie an, sie ist zehn wert und da bezahl ich noch zu.
Aber sie haben doch gesagt, sie wollen sie mir schenken.
Ja aber wert ist sie zehn.
Also gut, also gut.
Nein nein nein nein nein. Sie ist keine zehn wert. Sie müssen mit mir streiten. „Zehn, für diese Flasche? Sie müssen verrückt sein!“ Naja. Wer nicht will, der hat schon.

Mosh gegen krebs beim Cup

Leider fand dieses Jahr kein Mosh gegen Krebs statt und somit fiel nicht nur eine tolle Veranstaltung flach, sondern auch die Möglichkeit vor Ort zu spenden. Deswegen kommt die Mosh gegen Krebs Crew mit einem Info-Klamotten-Spenden Stand zum Boll och Bira Cup! Diese Information muß geteilt werden!