Back to Future – von A wie Ankunft bis W wie Waldbad Teil 4

Endlich, Ronny Hecht, Chef von Siebdruck aus Wurzen, hat sich mittels Interview zu den (eigenen) Vorwürfen geäußert. Dieses echte, beglaubigte, unverfälschte und sehr glaubwürdige Interview wird demnächst der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Zurück zum erlebten Geschehen. Nachdem wir dem Zeltplatz endgültig den Rücken kehrten und wir auf dem Festivalgelände ankamen, tauchte ein einsamer und verwaister Fan des großartigen DJ Schimpagner auf. Als jener Aficionado uns erblickte, klagte er sogleich sein Leid. „Och man! Voll blöd, dass dieses Jahr keine DJ Schimpagner Show auf dem Zeltplatz ist. Leider konnte ich letzte Woche nicht beim Boll och Bira Cup sein, um die Show erleben zu dürfen!“ Wir konnten ihm nur sagen, dass er nächstes Jahr definitiv die Chance haben wird, seinen großen Helden, beim Boll och Bira Cup zu sehen. Abschließend machten wir noch ein Bild für die Photowand und entließen ihn in Richtung Merchstände.

Bild für die Photowand

Später erklangen Geräusche von der Hauptbühne, irgendwas mit „Affenmann“ und „zusammen arbeiten“, zumindest behaupten wir dies im Rückblick einfach. Nach den „Unterdrückten“ folgte schon die nächste Band, welche auf der Zeltbühne ihre Instrumente fachgerecht bedienten. Jedoch konnten wir dies nur erahnen, denn wir wurden durch einen findigen Verkäufer aufgehalten. Er, nennen wir ihn David, lockte uns zu seinem Stand. Dort angekommen, zeigte er uns allerlei Schallplatten und gab ungefragt Infos zu den Vinylexemplaren. Nach einer gefühlten Ewigkeit strömten Menschenmassen am Stand vorbei Richtung Hauptbühne, denn dort manifestierte sich eine Band, welche durch Trompete und Berliner (Bernauer)-Schnauze auffiel. OXO 86 lud alle Menschen zum gemeinsamen Singen und Tanzen ein. Als schließlich die Könige auf Reisen gingen, tauchte ein SUP am Bühnenrand auf und Wilfried „King Willi King“ Köhn bestieg dieses sicher. Es folgte eine Runde Crowdsurfen inkl. Pyrotechnik (kalter Rauch), ehe der „König“ wieder auf der Bühne landete.

Crowdsurfen inkl. Pyrotechnik (kalter Rauch)

Dann war Schluss und die Künstler verschwanden hinter ihrem großen Backdrop (siehe unten), um mit den üblichen Zugabe-, Flughafen- und oder Schubkarrenrufen des Publikums wie gehabt wieder aufzutauchen.

siehe hier – Backdrop

Doch irgendetwas war anders! Rosafarbene Rüschenhemden zierten die Körper der OXOianer und prompt war es Mitternacht in der Taverne! Jeder Mensch findet doch Chris Roberts gut, oder?

Nach dieser großartigen Performance wurde ein geringfügig größeres Backdrop als das von OXO gehisst und es kam ein grinsender gelber Kopf zum Vorschein. Johnny Wolga The Toy Dolls stürmten auf die Bühne und legten sofort los. Muss man gesehen respektive erlebt haben, um dies Können zu begreifen. Leider nuschelte Herr Olga derartig, dass wir seine gesprochene Sprache kaum deuten konnten. Dies lag womöglich an seiner inselhaften Herkunft oder an unserer mangelnden Multilingualität, aber dafür hat er eine tolle Gitarren!

Conclusio: Auch wenn wir nur einen Tag auf dem Back to Future sein konnten, wir fanden es super! Sicherlich gibt es hier und da Verbesserungsbedarfsansätze, aber alles in allem eine gelungene Veranstaltung.

P.S. Kann ja nicht alles so gut sein wie beim Boll och Bira Cup

P.P.S. Besteht Interesse an einem Fußballevent, neben dem Waldbad gibt es nämlich einen gepflegten Platz! Wir jedenfalls wären bereit für ein Event im Event.

Back to Future – von A wie Ankunft bis W wie Waldbad Teil 3

Vorab müssen wir euch mitteilen, dass sich Ronny Hecht noch nicht entschuldigte und somit ist der „Skandal von Lauta“ weiterhin in der Klärungsphase. Nun aber zurück zum Tatsachenbericht.

Auf dem Gelände gab es selbstverständlich auch eine Fressmeile1, diverse Getränkebuden2 und einen „Kippenstand“. Letzterer wurde von qualifizierten RaucherInnen verwaltet. Das Sprachrohr, der PepeMann, trieb auch sein Unwesen auf den Zeltplätzen und lockte mit seinen Streuartikeln Rezipienten in die zukünftige Abhängigkeit. Helmut Körschgen wäre stolz auf diesen Mitarbeiter des Tabakgroßhändlers.

Leider konnten wir nicht bei jeder Band vor der Bühne sein, denn uns fehlte das Running Order Shirt – getreu dem Motto: Kein Shirt, keine Running Order! Magnetbandverkäufer Matze (Tape or Die) hatte Glück und konnte eines der extrem seltenen ROS erstehen. Wir vermuten Vetternwirtschaft, denn offensichtlich gab es diese nur für ausgewählte Personen!

Der Planlosigkeit geschuldet verirrte man sich erneut auf den Zeltplatz. Eine kleine Gruppe Menschen funktionierte diesen kurzerhand zum Bier-Yoga™ Feld um. TeilnehmerInnen3 sind definitiv TrittbrettfahrerInnen aufgesessen, denn in den Getränkebehältnissen befand sich eindeutig und unumstößlich alkoholfreies Bier. Apropos Nepper, Schlepper, Bauernfänger, so wurde immer berichtet, dass dieser DJ Schimpagner4 seine Show irgendwo auf dem Zeltplatz bereits aufführte, aufführt und oder aufführen wird. HINWEIS: Festivals können ein Hort des Bösen sein! Passt auf euch und eure Mitmenschen auf!

O-Töne

1Die Fressmeile war sehr gut und es gab für jede*n was. Man musste am Kitchen Riot Foodtruck etwas Wartezeit mitbringen. Wir bekamen eine Nummer, wobei die Nummern willkürlich waren und nicht aufeinander aufbauten. Das Essen war aber der Hammer!

2Ich mach mir Sorgen um den Biernachschub! Nach dem Kasten und dem anderen Kasten bleibt nur noch ein Kasten übrig!

3Das hatte keinen Spaß gemacht! Immer wenn ich dachte, ich kann gleich einen großen Schluck Bier trinken, musste ich zu meinem Leid feststellen, dass es gar kein Bier war. Zum Glück war ich schon so betrunken und bemerkte es eigentlich gar nicht wirklich. Bezahlt hätte ich dafür nicht.

3Scheiße! Erst kein Bier und dann auch noch einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen.

4Voll der krasse Kunde. Ich suche jetzt schon seit zwei Tagen, aber bekomme nur halbgare Informationen.

Im 4. Teil – Chef von Siebdruck aus Wurzen verrät …

Back to Future – von A wie Ankunft bis W wie Waldbad Teil 2

Für den einen ist das Waldbad ein Sündenpfuhl, für den anderen ein Ort vollster Zufriedenheit. Mehr oder weniger sportliche Menschen frönten einer Sportart namens Volleyball*. Andere nutzten das Ein-Meter-Brett als Mutprobe, um zielsicher auf noch im Wasser verweilende Menschen zu springen. Dies sah meist sehr ulkig aus und der Bademeister Mitch B. versicherte, dass niemand Schaden nahm. Auf dem Drei-Meter-Brett tollten sich jene Leute, denen die Kennlernplattform des Ein-Meter-Brettes zu primitiv war. Arschbomben und Bauchklatscher wirken spektakulärer, je größer der Abstand zur Wasseroberfläche. Ein besonders mutiger Springer, welcher augenscheinlich keine adäquate Badebekleidung (Adamskostüm) trug, hopste mehrfach in den Abgrund. Dies vermeintliche Highlight wurde von den anwesenden Menschen nur mit einem „Oh, das Wasser muss ziemlich kalt sein!“ kommentiert. Unterdessen konnte man viele angestrengte Gesichter erblicken, welche samt dazugehörigem Körper Richtung Flachwasserzone drängten. Nach dem Eintauchen, bis zum Hals und einer kurzen Verweildauer im Nass, änderte sich die Mimik jener relativ schnell und spiegelte einen Zustand der Glückseligkeit wider. Weshalb dies so war, wäre nur mutmaßen, aber womöglich lag es einfach an der erfrischenden Wirkung des kühlenden Nasses. Falls hierzu jemand eine bessere und vor allem evidentere Meinung hat, aufschreiben und an „Waldbad Glaubitz“ schicken. Die Rutsche, der nächste Glanzpunkt im Zusammenspiel von Wagnis und Gewinn im Waldbad zu Glaubitz, wurde von vielen waghalsigen Gewinnertypen genutzt. Bäuchlings, diese Technik bot sich an, um nahezu unbeschadet am unteren Ende anzukommen. Jeder Rutschdurchgang wurde durch die im Wasser befindlichen Personen lautstark bejubelt. Größere Unfälle blieben aus. Abseits der Wasseraktivitäten spielten, nebst Bierwagen und Volleyballfeld, ein paar Bands zum Tanze auf. Concrete Lipstick eröffneten den Reigen auf der Waldbadbühne (unter einem Pavillion). Danach folgten Kenny Kenny Oh Oh und Wick Bambix.

Die Zeit verging im Waldbad mal wieder wie im Flug und so hieß es „Auf zum Festivalgelände“, denn the Spartaniacs soundcheckten schon. 15 Uhr, noch 80 Minuten bis Cheap Stuff auf der Bühne stehen würde.

Große Bühne mit Cheap Stuff

Ja Cheap Stuff, welche noch beim Boll och Bira Cup krankheitsbedingt absagten, sollten auf der großen Bühne des BtF stehen. Völlig genesen, so schien es, tobten jene adretten, in die Jahre gekommenen, aber noch immer frisch wirkenden Menschen herum. Dies Spektakel brachte den vor der Bühne tanzenden Individuen sichtlich Freude. Am Rand des Festivalgeländes erstreckte sich eine Art Ladenzeile. Neben den offiziellen Bandmerchverkaufsstellen, boten auch fahrende HändlerInnen ihre Waren feil. Aufnäher, Buttons und CDs, aber auch Obertrikotagen. Angeblich konnte man am Contra Records Stand T-Shirts von Opressed erwerben, auf denen „Lonsdale“ zu lesen war. Auch hier gilt, wir können dies weder bestätigen noch dementieren. Herr Hecht, falls du dies vorgelesen bekommst, dann würden wir deine Stellungnahme dazu, aber auch zum „Skandal von Lauta“ veröffentlichen.

„Skandalmannschaft“?!

Rückblickend muss man allerdings sagen, dass eine Entschuldigung seitens Contra Records angebrachter wäre, um die entstandene Disparität endgültig aufzulösen. Vielleicht können wir schon im nächsten Teil des Tatsachenberichtes auf die Entschuldigung Ronny Hechts genauer eingehen.

*Ist grundsätzlich nur für Männer, da es eine Weiterentwicklung des allbekannten „Ball über die Schnur“ (Achtung … Nur für Frauen!!) ist.

Back to Future – von A wie Ankunft bis W wie Waldbad Teil 1

Sonnabend und zwei Tage des Back to Future Festivals hatten wir schon verpasst. Wenn man den Erzählungen Glauben schenken konnte, dann gab es das ein oder andere Highlight, wie zum Beispiel Jacke wie Hose im Waldbad oder Cock Sparrer (kleine unbekannte, aber aufstrebende Skinhead-Band aus dem Königreich GB). Doch dazu später mehr. Unser Festivalerlebnis begann jedenfalls am 22.07.2023 um 9 Uhr auf dem Tagesparkplatz. Dort angekommen versuchte man die üblichen Verdächtigen zu kontaktieren, um deren Standorte ausfindig zu machen. Durch die Aufnahmen des Verfassungsschutzes konnte man zielgerichtet einige Stationen ansteuern.

Das Zeltlager, der Menschen aus Cottbus, war aufgeräumt und schon mit den FrühaufsteherInnen besetzt. Nach und nach krochen mehr und mehr menschenähnliche Lebensformen aus ihren Zelten und oder Autos. Während dieses Prozesses lauschte man schon den Erzählungen des Dorfältesten, welcher von unglaublichen Dingen berichtete. Diese können wir aus datenschutzrechtlichen Gründen, aber nur in leicht veränderter Form wiedergeben. Bereits am Donnerstag, so konnte man hören, wurden die Ravioli-Rationen durch einen kollektiven Fressanfall binnen Minuten kulinarisch vernichtet. Weiter informierte der Dorfälteste, nennen wir ihn Isolde, dass sich dieses übertriebene Fressgelage respektive die Ergebnisse schnell auf den Dixi-Toiletten wiederfanden. Selbst Schuld, wenn man Dosenravioli erwärmt! Die Gemeinschaft schilderte unisono, dass auf dem gesamten Zeltplatzbereich und darüber hinaus, Menschen von der sagenumwobenen DJ Schimpagner Show schwärmten. An dieser Stelle können wir sagen, dass alle einem Betrüger aufsaßen. Auf der Straße und hinter vorgehaltener Hand erzählte man sich, es wollte sich ein gewisser DJ Norm mit fremden Federn schmücken. Dies können wir weder bestätigen noch dementieren. Nach einem kurzen Halt, am überdurchschnittlichen guten Frühstücksstand, zog man weiter Richtung Waldbad. Hierbei musste man jedoch am zusätzlichen Zeltplatz vorbei. Dort sah man einen armen Tropf, welcher sich mit FC Bayern München Devotionalien freiwillig ins soziale Abseits manövrierte. Jener Menschen wurde durch pädagogische Fachkräfte nach bestem Wissen und Gewissen kostenfrei betreut. HINWEIS: Falls ihr jemals Menschen ohne Fußballsachverstand (FC Bayern München) begegnet, dann bietet Hilfe an. Meist reicht es schon, den traumatischen Erzählungen (Champions League Finale 1999; Weltpokalsiegerbesieger), zu lauschen und mit einem „bitter“ oder „unverdient“ zu bestätigen. Bevor wir uns endgültig ins Waldbad aufmachten, warfen wir ihm noch diese trostspendenden Worte an den bemützten Kopf. Der Weg zum schönsten Waldbad der Welt führte wie immer durch die pittoreske Glaubitzer Garten Gemeinschaft (GGG). Malerische Hüttchen, verträumte Pergolen und schloßgartenähnliche Gewächse, welche DJ Schimpagner gärtnerisch nicht besser hätte verwalten können, waren zu sehen. Am Waldbad Eingangsportal angekommen nahm der glaubitzer Mitch B. schon die Leute in Empfang. Jener konnte durch bloßes Anstarren erkennen, ob eine Schwimmbefähigung vorlag oder nicht. Wir hatten Glück und uns wurde gegen eine sehr humane Gebühr der Einlass gewährt. Unsere Augen erblickten Menschen à la couleur, welche sich bereits die besten Plätze (an der Bar, am Sprungturm, der Rutsch usw.) sichern konnten. Nach einer kleinen Runde durch die Menschenmassen ließen wir uns bei einer gefährlichen Gauklertruppe aus Finsterwalde nieder und wir wurden Teil des „alten Portemonnaien-Tricks“. Jedes Jahr aufs Neue verliert ein scheinbar tölpelhafter Gesell sein Portemonnaie. Dieses wurde jedoch mit einer Rückholschnur präpariert und wann immer ein anständiger Mensch es aufheben wollte, um es seinem Besitzer zurückzugeben, dann wurde an dieser Strippe gezogen und anschließend ordentlich gelacht.

Wir verurteilen die Aktion aufs Schärfste und deshalb veröffentlichen wir ein Bild dieser Truppe. Siehe Bild

Eine Anmerkung sei uns noch gestattet. DJ Norm, schlief am Hauptstrand den Schlaf der Gerechten, während DJ Holy Mo in seinem Luxusmobil auf dem Zeltplatz DJ-Sachen übte.

Turnieranmeldung beim Mosh gegen Krebs

Am Sonnabend werden wir mit einem Stand vor Ort sein! Ihr habt dann die Chance eure Menschenmannschaft anzumelden, offene Fragen zu klären und vielleicht etwas Merch zu erwerben. Also kommt vorbei und unterstützt MgK durch jede Menge Geldspenden.

Zweites Zweifelderballturnier für Menschen

Am 25.3.2023 findet im Zentrum des Zweifelderball-Universums das spektakulärste Hallenturnier aller Zeiten statt! Die TeilnehmerInnen werden sich in eine explosive Welt voller Action, Spannung und purem Spaß begeben, während sie ihre Fähigkeiten im Zweifelderball unter Beweis stellen. Die Veranstaltung bietet eine großartige Gelegenheit für alle Freunde des Zweifelderballs, ihre Fähigkeiten und ihren Teamgeist unter Beweis zu stellen. Das Turnier wird im modernen Sporthallengebäude in Spremberg/ Trattendorf ausgetragen und es werden mehrere Menschenmannschaften teilnehmen. Jedes Team wird aus den besten SpielerInnen der Menschenmannschaft bestehen. Das Turnier wird nach Regeln gespielt. Nach den Spielen entert Freak Wresling Kamenz die moderne Mehrzwecksporthalle! Insgesamt verspricht das Zweifelderballhallenturnier ein unvergessliches Erlebnis zu werden. Die Teilnehmer können sich auf einen aufregenden Tag voller Spaß und Herausforderungen freuen. Wir wünschen allen TeilnehmerInnen viel Glück und hoffen auf ein erfolgreiches Turnier. Die Zuschauer werden Zeuge von atemberaubenden Würfen, spektakulären Abschüssen und unfassbar schnellen Reaktionen sein, während sich die Teams verausgaben. Die Sporthalle von Spremberg wird zu einem Inferno aus Farben, Lärm und unglaublicher Energie, während die TeilnehmerInnen alles geben, um das Publikum zu begeistern. Es wird ein unvergesslicher Tag voller Spaß und Herausforderungen sein, bei dem die TeilnehmerInnen nicht nur um den Sieg kämpfen, sondern auch neue Freundschaften schließen und unvergessliche Erinnerungen schaffen werden.

Kommt nach Spremberg und seid Teil des größten Zweifelderball-Events des Jahres! Ein Tag voller Spaß, Action und Adrenalin, den ihr niemals vergessen werden.

Ein Ding der Unmöglichkeit?

Was hat ein riesiger Teddy mit der großen Sackhüpfeierlauferei zu schaffen? Diese Frage wird im Verlaufe der Berichterstattung geklärt werden. Starten wir jedoch chronologisch in den Tag. Wir schreiben den 3. September 2022, pünktlich gegen 8:20 Uhr stellten wir unser Kfz auf dem Parkplatz ab, welcher nur einen Steinwurf entfernt vom Festivalgelände lag und sogleich wurde das „Spielfeld“ vor der Hauptbühne hergerichtet. Der zu absolvierende Parcours ist schnell beschrieben. Von der Hauptbühne um das Technikzelt herum, wieder zurück und das Ganze noch einmal.

9:20 Uhr und durch die Boxen hallte folgender Wortlaut: „Achtung, Achtung in 10 Minuten beginnt die große Boll och Bira PunkOiRama Sackhüpfeierlauferei für Menschen – Tolle Preise!“ Als der Zeiger der Uhr, 9:30 Uhr anzeigte, war niemand vor der Bühne. Glücklicherweise hatte man sich im Vorfeld eine musikalische Begleitung auf das mobile Endgerät geladen, um die Massen begeistern zu können. Augenscheinlich funktionierte dieser Plan ganz gut und die ersten beiden Kontrahenten tauchten vor der Bühne auf. Stefan mit F und Flo mit F (fermutlich flegten beide ein ferwandtschaftliches Ferhältnis). Das Regelwerk wurde erklärt und schon saßen beide mit einem Jutesack aus Plaste auf der Startbank. Ein Pfiff und das Benny Hill Theme begleitete diese beiden durchtrainierten Sportler während der Bewältigung des herausfordernden Parcours. Der Wechsel von Sack zu Löffel mit Ei fiel eher semiprofessionell aus. Nach 53 Sekunden erreichte Stefan mit F das Ziel und kurz darauf lief Flo mit F über die Ziellinie. Nicht schlecht und auch das inzwischen eingetroffene Publikum zollte diesen beiden durch applausähnliche Gesten ihren Respekt.

Publikum

Nun war der Bann gebrochen und prompt meldeten sich zwei weitere Starterinnen. Nena (Name geändert; ca. 10 Jahre), welche am Ende des Tages mit Abstand die meisten Durchläufe hüpfte. Laura (der Spendeneuro fehlt noch) hingegen kam nach ihrem Versuch nie wieder zurück – warum wohl? Die Zeiten der beiden F’s wurden unterboten und die Berechtigung für die tollen Preise änderte sich. Diesen Tabellenstand wollten Matze und Ossi nicht länger akzeptieren. So schnell wie der Hund bellt, nahmen beide auf der Startbank platz und große Schatten warfen die Ereignisse voraus (oder so ähnlich). In einem epischen Wettstreit ließ keiner dem anderen eine Chance und so überquerten beide Gegenspieler nach nur 41 Sekunden die Ziellinie. Nena und Hase boten dem Publikum ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Zeit von Matze und Ossi hatte nicht lange Bestand, denn Hase war bereits nach 36 Sekunden und Nena nach 39 Sekunden im Ziel. Nena gewann noch gegen Herbert und Robin, letzterer ließ sich allerdings ziemlich lange betteln. 10:15 Uhr betrat dann Spremberg den Platz. Steffen und Haro (wegen Betruges disqualifiziert) versuchten sich und wollten der Welt beweisen, dass kleine Mädchen nichts in dieser Sportart zu suchen hätten. Doch Nena verwies die beiden Großmäuler auf die Plätze und traurig verließen diese die Wettkampfbahn Richtung Bar. Cottbus Carsten konnte man nicht mehr aufhalten. Deswegen musste Ronny kurzerhand mit ihm um die Wette hüpfen und laufen. Der wohl dreckigste Durchgang der ganzen Veranstaltung. Beide traten, schlugen und hielten fest, kurzum sie schenkten sich nichts. Nach dieser unschönen Leistung vesuchte sich Hase noch einmal und verbeserte seine Zeit auf 32,10 Sekunden. Der erste Preis war ihm sicher, so dachte man, aber Matze und Ossi mussten noch einmal ins Stechen und sie pulverisierten alle Zeiten. Matze flog in Ossis Windschatten ins Ziel und die Stoppuhr zeigte 30,48 und 30,95 handgestoppte Sekunden an. Somit war die große Boll och Bira PunkOiRama Sackhüpfeierlauferei vorbei und die Preise wurden verteilt (später am Tage). Die Startgelder werden an Mosh gegen Krebs überwiesen. Wer wie die Welzower noch einen Zehner übrig hat, der kann auch ohne das Hüpfen spenden.

Bimbofuenf (riesiger Teddy, welcher vor einem Auftritt der Band Johnny Wolga entführt wurde) tauchte beim PunkOiRama auf. Wir konnten es kaum glauben und glauben es noch immer nicht! Eigentlich wollte man sich nur den Schallplatten widmen (siehe Abbildungen oben). Hinter dem Stand von Saalepower Records sah man diese unverwechselbaren Kulleraugen. Die Kulleraugen des Bimbofuenf schauten hilflos und hilfesuchend Richtung SchallplattenliebhaberInnen. Doch niemand bemerkte ihn. Bevor wir helfend einschreiten konnten, verwies uns ein langer Musiker der Band Gleichlaufschwankung mit den Worten „Geht weg! Das sind meine Bären!“ Bären? Wir konnten noch ein paar Schnappschüsse (siehe Abbildungen unten) der Geiselnahme machen, aber der lange Musiker rief abermals „Geht weg! Das sind meine Bären!

Leider konnten wir die Wolgas nicht mehr informieren! Alle Versuche schlugen fehl! An dieser Stelle möchten wir rückwirkend auf die Entführung durch die Stoffteddy-Mafia hinweisen und das dicke Ende sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn Gleichlaufschwankung duldete die Vernichtung (siehe Abbildungen unten).

Abseits dieser Gräueltaten, war für uns das PunkOiRama Fest!

Tatsachenbericht Jammpions League Teil 4

Das Turnier wurde mehr oder minder erfolgreich über die Runden gebracht und nun konnte der angenehme Teil der Veranstaltung beginnen. Ein Teil, der mehr oder minder erfolgreichen Truppe, verirrte sich auf dem Weg zu den Duschen und landete rein zufällig am rettenden Getränkestand. Dort wurde an den Elektrolythaushalt gedacht und sogleich konsumierte dieser Teil der mehr oder minder erfolgreichen Truppe n! Biere. Mit der Siegerehrung war das Thema Fußball eigentlich für alle erledigt, aber nicht für die Herren vom Mosh gegen Krebs Stand. Aus deren Pavillon konnte man seltsame Wortfetzen wahrnehmen. „Eurofighter!“ „Herne-West“ „Lüdenscheid Nord“ „Lothar Emmerich! Niemals, Klaus Fischer!“ Die Unwissenheit dieser beiden Dorf-Hooligans schreit ja förmlich nach Kloppe, denn jeder weiß, dass Gunther Emmerlich und Gotthilf Fischer die besten Spieler waren, sind und sein werden.

Kurz vor dem Streitgespräch!

Gleich nebenan machte die Invictus Crew olfaktorisch und kulinarisch auf sich aufmerksam. Die grüne Imbissbude hatte sich auf die Fahnen geschrieben, die Mäuler der fresswütigen Meute zu stopfen. Dafür musste fleißig gekocht, gebraten, gegart, gegrillt, gedünstet, geschnitten, geschmiert, gehackt usw. werden – the whole day long.

An den Infoständen gab es Informationen und die Kinderspielstraße lud ein, wie ein Kind auf der Straße zu spielen (Liebe Kinder, bitte spielt niemals auf einer Straße, denn es ist sehr, sehr gefährlich!)! Aber das absolute Highlight war die Hüpfburg (keine Skinhead-Hüpfburg), groß, bunt und voll mit Luft. Auf/ in dieser sah man körperlich erwachsene Personen, welche sich tolltend von der einen Seite zur anderen bewegten. Später kamen aber auch jene auf ihre Kosten, die mit dem Sport nichts am Hut hatten. Drei Bands füllten, im Verlaufe des Abends, das musikalische Rahmenprogramm. Eröffnet wurde mit Dosenstolz (Landeshauptstadt – Dresden). Bierschinken.net schrieb einstmals: „Man hat das Gefühl, dass Dosenstolz aus dem Proberaum entführt wurden. […] für ihren etwas steif vorgetragenen Deutsch/Punk.“ Eine Meinung, aber nicht unsere (CottbusCarsten und Klausen), denn Dosenstolz, so sie denn wollen, können am 14.7.2023 beim Boll och Bira Cup aufspielen! Contact Zone aus Fürstenwalde (eine Mischung aus Finsterwalde und Fürstenbrück), spielten bereits beim Fußballturnier mit, aber im Gegensatz zum Feld konnte man auf der Bühne überzeugen. Ausschreitung aus Lauchhammer (Lauchhammer) machte aber auch noch Musik – Musik für den Moshpit (Pogogrube) und es wurde berichtet, dass anwesende Finsterwaldschen tanzten.

Doch irgendwann muss Schluss sein. Bevor man aber das Nachtlager bezog, lag man Probe auf den sehr gut verlegten Pflastersteinen. Hierbei wurde man vom Pflastersteinfachverleger eingewiesen. Leider konnte man nicht in der Natur übernachten, denn ein gewisser Phil musste ja unbedingt auf dem Feld und im Schein der Flutlichter das Binden seiner Schnürsenkel üben. So verkroch man sich in die Kabinen und schlief den Schlaf der Gerechten. Am Morgen danach, kurz vor der Abreise, gab es noch ein nahrhaftes Frühstück bestehend aus Kaffee, Bier, Brötchen und Restgrillgut!

Eine rundum gelungene Veranstaltung!

Fortsetzung folgt, aber erst nächstes Jahr! Eine Woche vor dem Boll och Bira Cup 2023 wird die 3. Auflage der Jammpions League in Senftenberg stattfinden!