Das Fussballturnier

Kommen wir zum Sport! Wie jedes Jahr war der Turnierbeginn um 9:00 Uhr angesetzt – und wie jedes Jahr… na ja, realistisch betrachtet, eine nette Idee. Mit einer satten 90-Minuten-Verspätung wurde dann auch wirklich angestoßen. Immerhin: Die Turnierleitung hatte vorgesorgt und sich schon am Donnerstag häuslich eingerichtet – Kachelmann-App sei Dank.

Die Menschenmannschaften standen bereit, der zweite Bürger-meister bastelte sich in Echtzeit eine Rede zusammen, und das sehr, sehr kompetente Schiedsrichter*innengespann blickte entschlossen in die Wolken.

Cliffhanger: Wer Tore schoss, wer fiel, wer triumphierte – das lest ihr in der nächsten Ausgabe.

Und hier steigen wir wieder ein.

Die Temperaturen der letzten Jahre glichen der Sonnenoberfläche. Doch dieses Jahr sollte alles anders kommen, denn bei bestem Fritz Walter Wetter versammelten sich acht Menschenmannschaften zwischen 8 – 10 Uhr auf dem Gelände.

Doch wer waren diese mutigen, welche nicht dem Wetter trotzten.

Adler Spremberg

Der Vorjahressieger, zumindest wenn man dem Dauerpokal des Boll och Bira Glauben schenken darf. Darauf steht eindeutig Adler Spremberg, aber so richtig erinnern kann sich niemand mehr. Die Mannen, welche man zweifelsohne als die Menschen bezeichnen muss, welche ihre guten Fähigkeiten über das gesamte Turnier hin konstant halten konnten. Bewusst oder unbewusst – die Trikotfarben waren dem Boll och Bira Logo angepasst.

SV P(r)ost Spremberg

Ältere Menschen mit Trikots aus den großartigen Fussball-90ern. Also eine Mischung aus Kartoffelkäfer und BVB-Trikot. Der wohl bekannteste Spieler dieser Truppe war eindeutig Björn Bork, welcher nicht nur durch seine optischen Fähigkeiten überzeugen sollte. Er trug die restlichen Geronten durch das Turnier.

Boll och Bira-Team

Erstmals seit Äonen gab es auch eine Gastgeber*innenmenschenmannschaft. Das Aushängeschild, bekannt aus der Altherrenliga, Carsten „Häuptling Zauberfuss“ Hoffi scharrte Größen des hiesigen Fussballvereins, Helfer*innen und den üblichen Alkoholikern um sich. Grundlegend kann man sagen – Das war’s dann aber auch schon!

Schönwetterdarter

Über dieses Aufgebot war nicht viel bekannt. Augenscheinlich im Labor gezüchtete Sportlermenschen, also eine Melange aus Michael „Mighty Mike“ van Gerwen, Phil „the Power“ Taylor und Ricardo „Pikachu“ Pietreczko. Darts ist wie Fussball nur anders.

JC Erebos e.V.

Wo war Martin? Ein großartiges Arbeitskollektiv (auch in der Freizeit) mit einem großartigen Teamchef (ein Geduldsbuddha in Jeanshose), welcher sich mit Engelsgeduld immer wieder der Turnierleitung (Paddel Infantino) stellte. Der Menschenmannschaft war dies egal – Sie wollten einfach nur bolzen! Quittung kommt!

Ukermärker Oimels

Das Aufgebot mit der weitesten Anreise. Die Vertretung aus der Uckermark (weiß jemand wo das ist?) reisten bereits Freitag, pünktlich zum Elfmeterschießen an. Nach zirka 20 Minuten und 45 perfekt verwandelten Schüssen aus exakt 11,67 m konnten sich die Oimels aus der Uckermark (was ist das) die Medaillen für den 1. Platz umhängen.

Rasentraktor Burg

Die Gurkentruppe aus dem Spreetaler Burg war zugleich die jüngste als auch die schönste Elf (neun Menschen). Der einzige Personensorgeberechtigte (größter Spieler des Turniers) hatte seine Truppe gut im Griff. Die Parole für dieses Jahr: Besser als die Jahre davor, ergo nicht Letzter werden.

Roter Stern Konsuum

Unsere Freunde aus dem besseren Spremberg reisten wie gehabt mit dem Fahrrad an. Normalerweise, denn dieses Jahr schafften es nur zwei Fahrradfreunde. Die restlichen Kicker nutzen das Auto. Ja das AUTO, das Auto ihres Starkickers Loschiniho – ein BWM 5er M Sport!

Wie lief nun das Turnier? Dies verraten wir euch demnächst!

Subkulturflohmarkt

Weiter geht’s – aber noch nicht mit sportlichen Höchstleistungen!
Zunächst ein großes Dankeschön an euch:
Beim Subkulturflohmarkt in Kooperation mit Mosh gegen Krebs am 12.07.2025 habt ihr ordentlich zugeschlagen – und dabei rund 400 € für mehr oder weniger nützliches Zeug auf den Tisch gelegt. Der gesamte Betrag ging direkt, ohne Umwege, in die Spendenkasse!

Und weil’s so schön war, legen wir nach:
🗓 Am 30.08.2025 gibt’s den nächsten Subkulturflohmarkt!
📍 Wo? Jammpions League; Jamm e.V.
🎯 Das Konzept bleibt wie gehabt.

Wenn du etwas zum Flohmarkt beisteuern möchtest – meld dich einfach bei uns!

Bild: Blick aus dem Subkulturflohmarktzelt mit interessiertem Kunden

Boll och Bira Cup 2025 Teil II

Pünktlich um 8:00 Uhr: Der Soundtrack zum Erwachen.

Der Brötchenliefer- und Weckdienst rollte übers Gelände, begleitet von Nana Mouskouris „Guten Morgen, Sonnenschein“. Ein Lied wie eine Umarmung – und der perfekte Kontrast zum zerknitterten Festivalblick in manch müdes Gesicht. Einige Frühaufsteher standen schon bereit, winkten, klatschten, prosteten dem Brötchenmobil zu. Ein kleiner, warmer Festivalmoment.

Doch nicht alles war Sonnenschein.

In der Nacht – 4:45 Uhr – schlug der Darmgott erbarmungslos zu.

Patient Null musste nach einem medizinischen (oder eher: intestinalen) Notfall in die Uckermark zurückgebracht werden – im Sinne aller Beteiligten und der sanitären Stabilität des Geländes.

Unsere besten Genesungswünsche gehen raus – und die klare Hoffnung: Möge solch ein Scheiß bitte nie wieder passieren.

Kommen wir zum Sport! Wie jedes Jahr war der Turnierbeginn um 9:00 Uhr angesetzt – und wie jedes Jahr… na ja, realistisch betrachtet, eine nette Idee. Mit einer satten 90-Minuten-Verspätung wurde dann auch wirklich angestoßen. Immerhin: Die Turnierleitung hatte vorgesorgt und sich schon am Donnerstag häuslich eingerichtet – Kachelmann-App sei Dank.

Die Menschenmannschaften standen bereit, der zweite Bürger-meister bastelte sich in Echtzeit eine Rede zusammen, und das sehr, sehr kompetente Schiedsrichter*innengespann blickte entschlossen in die Wolken.

Cliffhanger: Wer Tore schoss, wer fiel, wer triumphierte – das lest ihr in der nächsten Ausgabe.

An apple a day keeps the Mischpult away

Doch DJ Schimpagner, der offizielle und kollektiv anerkannte Botschafter der Lausitz, ließ sich davon nicht beirren.

Er stand bereit, das Outfit glänzte, das Publikum war heiß – doch der Computer sagte Nein.

Kurzzeitig stand alles auf der Kippe. Doch Rettung nahte. Im JC Erebos e.V. wartete schon der Mischpult-Ersatz, und mit ein wenig technischer Gymnastik konnte die große Show beginnen.

Die Aficionados nahmen ihre Plätze ein, Bänke wurden in Formation gebracht, Luftballons verteilt. Das Intro rollte über das Gelände – ein Versprechen in Klangform. Gleich würde es passieren. Gleich würde DJ Schimpagner die Bühne übernehmen.

Und dann tat er es.

Er lieferte. Er zündete. Er tanzte. Er schimpagnisierte.

Wie man diese alljährliche letzte DJ Schimpagner Show beschreiben soll? Vielleicht gar nicht. Vielleicht war sie jenseits aller Beschreibung. Nur so viel: H.P. Baxxter himself war zeitweise Teil dieses Geschehens. Wie? Warum? Wirklich? Wir wissen es nicht genau. Aber es war großartig. Es war laut. Es war… Boll och Bira.

Während die Menschen sich noch um eine Autogrammkarte des offiziellen Botschafters der Lausitz bemühten wurde die Bühne neu bestückt, denn nun sollte wieder Musik von Musikmenschen mit echten Instrumenten folgen.

Es war früher Abend – man hatte das Zeitgefühl längst im Bierpavillon verloren. Die Luft roch nach feuchtem Gras, Mückenspray und Adrenalin. Die Bühne war bereinigt, das Publikum bereit – und dann kam er: Friedemann. Mit Band. Mit Haltung. Mit KODDER.

Direkt rein in die Fresse.

Der erste Ton war ein Riss im Raum, der zweite eine Einladung zum Aufstand.

Was folgte, war ein musikalischer D-Zug durch das Beste aus Wut, Politik und kompromissloser Haltung. „Ihr kotzt mich an – ich kotz’ mich aus“ – dieser Satz hing wie ein Banner über dem Gelände.

Die Leute vor der Bühne? Anfangs neugierig, bald vollkommen elektrisiert. Der Moshpit war schnell geboren, ein kleines Biotop aus Schlamm, Bier und ehrlicher Aggression – aber ohne Idiotie.

Der Sound? Dreckig. Ehrlich. Wuchtig. Punkrock, Doom, D-Beat, Gebolze. Keine Kompromisse, keine Spielchen. Friedemanns Gesang klang, als hätte man Schmirgelpapier in eine Marshall-Box gepresst – und das ist durchweg als Kompliment gemeint.

Zwischen den Songs kurze Statements, keine Floskeln: Klimakrise, Krieg, Faschismus, Mitläufertum – alles bekam sein Fett weg. KODDER hat keine Angst, sich festzulegen. Und genau das war spürbar – selbst bis zur letzten Bank vorm Bierzelt.

Nach etwa einer Stunde war Schluss. Kein überlanger Abgang, kein künstliches Pathos. Ein kurzes „Danke!“ – und dann verließen sie die Bühne. Was blieb: ein kollektiver Puls von 180, nasse Shirts, offene Münder und eine Ahnung davon, was Musik bewirken kann, wenn sie sich nicht anbiedert, sondern aufrüttelt.

Und dann wurde es golden. Ein Mann im Aurum-Anzug betrat die Bühne. Er wirkte wie ein Relikt aus einer Zukunft, in der Punk den ESC gewinnen werden wird. Doch es war niemand Geringeres als der langhaarige Micha, aka DJ Schimpagner flankiert von fünf Musikern – darunter auch ein alter Bekannter: Keckmaster Keck – gestern noch mit den BurgStreetBois, aber heute Schmachwanderunk!

Erstes Lied, keine Aufwärmphase „Punkerurlaub“ – ein Klassiker, geschrieben von Micha selbst, damals noch bei Orang-Utan-Klaus. Ein Song, der auch nach Jahrzehnten nicht an Gültigkeit verloren hat – ganz im Gegenteil.

Das Zelt vibrierte, der Matsch wurde wieder zur Tanzfläche, und Peter – ja, der Peter – kehrte exakt 45 Minuten nach seiner Schlafeinlage mit überraschender Frische vor die Bühne zurück. „The same procedure as every day.“ Er tanzte, taumelte, fiel fast – wurde aber wieder eingefangen. (Natürlich vom gleichen Sänger wie am Vortag – ein Running Gag mit Herz.)

Schmachwanderunk, laut BrandenburgPunk die Speerspitze des Brathuhnpunks, lieferten ab. Laute Tanzmusik für Punks und andere Lebensfreudige. Sie zündeten ein Set zwischen Irrsinn, Ironie und musikalischer Selbstsicherheit. Wie gewohnt verkleidete sich DJ Schimpagner, immitierte einen Traktor, mimte eine Liebesleberwurst, trug den Weltknopf und zog sich für den performanten Akt ein Thor Steinar Nicki an, um es im Anschluss unter den Rufen „Ey, du Bauer! Zieh mal dein Thor Steinar Nicki aus“ auszuziehen.

Hauste Rheinland, dieses Lied rundete den musikalischen Abend ab. Laut Erzählungen, saßen einige viele Menschen noch bis mindestens 4 Uhr und … ja was und? Keiner konnte davon berichten, ergo bleibt dies wohl immer in den Köpfen aller beteiligten verborgen.

Boll och Bira Cup 2025 Teil I

Der Boll och Bira Cup 2025 ist Geschichte!

Am 13. Juli endete gegen 15 Uhr das große Aufräumen – mit dem letzten verrauchten Bengalo, der vom Boden aufgelesen wurde.

Wir sagen DANKE an alle Helfermenschen, Gastmenschen, Künstlermenschen und Unterstützermenschen!

Und natürlich: Save the Date für nächstes Jahr – vom 10. bis 12. Juli 2026 heißt es wieder: Boll och Bira Cup!

Aber wie bei jeder guten Geschichte lohnt sich ein Blick zurück zum Anfang:

So richtig los ging’s schon am Donnerstag, einen Tag vor dem offiziellen Start. Unser unerschütterliches Aufbauteam zimmerte in bester BG-konformer Manier die Hauptbühne zusammen – denn Arbeitsschutz geht uns alle an. Kurz darauf entstand auch die „Zeltstadt“, denn der Wetterbericht hatte Regen angekündigt. (Spoiler: Er sollte Recht behalten.)

Am Freitag dann: Kartoffelsuppe, letzte Handgriffe – und pünktlich 13 Uhr betrat Peter, der erste Gast, das Gelände. Ein Punk wie aus dem Bilderbuch. Die Musik lief bereits, Peter schien zufrieden und regelte vieles auf eigene Faust. (später mehr zu Peter!)

Nach und nach trafen weitere Gäste ein, Zelte wurden aufgebaut, man machte es sich trotz Nieselregen gemütlich. Während das Wetter sich diesmal nicht von seiner besten Seite zeigte, lief hinter den Kulissen alles wie geschmiert. Die Künstler des Abends kamen pünktlich, gemeinsam mit dem Technikteam wurde die Bühne gecheckt – und schnell festgestellt: Hier und da hatten sich kleine Wasserreservoire gebildet. In Spremberg fast schon ein Kuriosum!

Kein Plan ohne Änderung!

„Bringt alle Planen und Strippen!“ – hieß es, und bald erfüllte die Bühne nicht nur alle kreativen, sondern auch alle technischen Standards (DIN EN ISO 9001, versteht sich). Ein großes Zelt wurde kurzerhand vor die Bühne gestellt – die Tanzfläche war trocken, die Stimmung eh längst am Kochen.

Musik, Sonnenbrillen und galaktischer Punk!

Am Freitagabend war es dann endlich so weit: Los Perezosos, zwei äußerst angenehme Vertreter der sympathischen Sorte, betraten die Bühne. Auch sie blieben nicht vom altbekannten Bassisten-Problem verschont – aber das störte niemanden weiter. Denn schnell war klar, wohin die Reise ging: fetzige Rhythmen, großartige Melodien und Texte, die irgendwo zwischen ulkigem Nonsens und scharfer Gesellschaftskritik pendelten.

Besonders auffällig: Der Schlagzeuger trug konsequent Sonnenbrille – möglicherweise lichtempfindlich, möglicherweise einfach nur lässig. Man weiß es nicht. Das Publikum jedenfalls feierte Los Peresesos mit Applaus, stammesähnlichen Tänzen und lautstarken Zugabe-Rufen.

Nach rund 60 Minuten war Schluss – Marcel und Tarek, unsere musikalischen Faultiere, verließen unter großem Jubel die Bühne.

Geplant war eigentlich, dass im Anschluss Lousy übernehmen würden – doch Gesundheit geht vor!

(Gute Nachricht: Wer Lousy vermisste, kann sie am 13.12.2025 im Jamm in Senftenberg bei der 3. Originalen Lausitzer Tanzlustbarkeit erleben.)

Nach einer kurzen Umbaupause wurde es dann… chaotisch gut: Gruppe Punk betraten die Bühne. Wer das ist? Gute Frage. Hier die Auflösung:

Rattenjunge spielt Gitarre und sie singt auch, Maschine spielt Drums, Lord Spacepunk singt, Random spielt Bass, Almighty Galaxy macht Keyboard und Chiptune den ganzen Elektronikkram.

Gruppe Punk und die Geburt der ersten KI-Punkband der Weltgeschichte

Was dann geschah, lässt sich kaum in Worte fassen – aber wir versuchen es trotzdem:

Ein intergalaktischer Mix aus Synthpunk, Endzeitästhetik, wildem Gebrüll und tanzbarem Chaos überrollte das Gelände. Eine Performance irgendwo zwischen Dystopie, Glitzer und Kabelsalat.

Die Reaktion der Menge? Völlige Ekstase. Die Gazetten werden wohl titeln:

„Der Auftritt von Gruppe Punk am 11. Juli 2025 in Spremberg stellt nach aktuellem Kenntnisstand den weltweit ersten dokumentierten Live-Auftritt einer KI-generierten Punkband dar.“

Man darf gespannt sein, ob dieser historische Moment eines Tages den Schulunterricht erreicht. Vielleicht im Fach „Kunst – Widerstand – Maschinen“?

Nach dem Finale verließ Gruppe Punk die Bühne. Zeit für den Umbau.

Zitat aus der Technik-Crew: „Ja, so eine KI-Band hat verdammt viel Zeug dabei!“

Während die BurgStreetBois ihr Arbeitsmaterial positionierten, wurde kurzerhand ein weiteres Highlight ins Leben gerufen: Die Vermessung des größten Punks. Das illustre Teilnehmerfeld bestand aus: DJ Schimpagner (bereit wie immer), Michi-Oi-Rama, Tarek im Regencape (starkes visuelles Statement), Jugendlicher Mark (Punk-Nachwuchs mit Ambitionen), und Alüt, der zwar anwesend, aber nicht willens war, teilzunehmen (was ihn fast noch punkiger machte). Am Ende war die Entscheidung denkbar knapp. Die Jury (also alle) einigte sich auf das einzig richtige Ergebnis: Alle Anwesenden waren der größte Punk. Punkt.

Kaum hatten die BurgStreetBois den ersten Ton angespielt, verwandelte sich das Zelt in ein einziges tanzendes Wesen. Vom ersten Lied an bewegten sich die Beine, Köpfe wippten, Hände wurden in den Regenhimmel gereckt – und die Stimmung kochte.

Und dann kam er wieder ins Spiel: Peter. Unser Held der frühen Stunde.

Warum auch immer – vielleicht aus Begeisterung, vielleicht aus Prinzip – suchte Peter mehrfach die Nähe zur Bühne. Genauer gesagt: Er fiel auf sie.

Doch zum Glück war da der Sänger der BurgStreetBois, welcher Peter jedes Mal mit der Routine eines Rettungssanitäters und der Geduld eines Dalai-Lama von der Bühne beförderte. (Spoiler: Dieses Theaterstück sollte auch am Folgetag eine Fortsetzung finden – mit identischer Besetzung: Peter und derselbe Sänger, aber eine andere Band.) Musikalisch lieferten die BSB wie gewohnt ab: Tanzbare Hymnen, Mitsing-Passagen und diese ganz eigene Mischung zwischen Punk & Pasta, die ihnen nur wenige nachmachen können.

Fazit: Wer an diesem Abend nicht getanzt, gesungen oder wenigstens einmal innerlich geschmunzelt hat, war wahrscheinlich gar nicht da.

Wolga Lord & Johnny Lord

Aktualisierte Version

Königs Wusterhausen (2012)

Irgendwann im Jahre 2012 fand irgendwo in KW ein einmaliges Konzert statt. Für das Musikalische waren zwei Bands vor Ort, welche es zuvor so nicht gab und danach so auch nie wieder geben sollte. Johnny James und Lord Wolga oder so ähnlich, aber was hatte es damit auf sich? Diese Frage beschäftigt uns nun schon seit über 10 Jahren. Zeitzeugenberichten vom damaligen Event sind rar gesät. An dieser Stelle möchten wir den Aufruf „Wer sich noch erinnern kann, soll sich bei uns melden.“ starten. Wir wissen nur noch, dass ein großer Teddybär anwesend war, am Einlass Photos gemacht wurden und dass sich die Bands wohl oder übel mit Ru(h)m bekleckerten. Wie kommen wir eigentlich darauf? Im CD-Regal zwischen Weihnachten in Familie und Widerstand Zwecklos manifestierten sich zwei seltsame Werke.

Leider fehlt uns seit geraumer Zeit das passende Abspielgerät, um diese Tonträger akustisch wahrnehmen zu können. Deswegen sind wir auf der Suche nach einem Menschen, welcher noch das benötigte Abspielgerät sein Eigen nennt! Vielleicht kann jemand den Kontakt zu diesen Bands herstellen. Bei Discogs sind diese Machwerke jedenfalls nicht gelistet.

Bleibt die Frage „Wer waren diese Künstler?“

Wir haben weitere Informationen erhalten! Bruce Wayne (Name geändert) hat uns eidesstattlich versichert, dass es so erlebt wurde.

Günter W.: Guten Abend, meine Damen und Herren, und herzlich willkommen zu einer weiteren aufregenden Ausgabe von „Günter W. ermittelt“. Heute haben wir einen herausragenden Gast bei uns, den berühmten Enthüllungsjournalisten Bruce Wayne. Bruce, es ist eine Ehre, dich hier zu haben. Vorab möchte ich mich erst einmal bedanken, dass du dich bei uns gemeldet hast und bereit bist darüber zu sprechen.

Bruce Wayne: Vielen Dank, Günter. Es ist mir eine Freude, hier zu sein. Als ich euren Aufruf las, wurde mir bewusst, dass ich nicht länger schweigen darf. Die Community hat es verdient, über diese Veranstaltung informiert zu werden.

Günter W.: Bruce, im Vorgespräch hast du erzählt, dass du persönlich an einem äußerst interessanten Ereignis teilgenommen hast – dem Konzert im JFZ Weinert, damals als Staddi bekannt, in Königs Wusterhausen. Kannst du uns erzählen, wie es dazu kam, dass du dort inkognito vor Ort warst und heimlich filmtest?

Bruce Wayne: Natürlich, Günter. In meiner Rolle als Enthüllungsjournalist ist es meine Aufgabe, hinter die Kulissen zu schauen und unbequeme Wahrheiten aufzudecken. Als ich von diesem Konzert hörte, welches einige ungewöhnliche Aspekte aufwies, fühlte ich, dass es meine Verantwortung war, selbst vor Ort zu sein, um herauszufinden, was wirklich vor sich ging.

Günter W.: Du warst tatsächlich ein Besucher dieser Veranstaltung? Kannst du uns mehr über deine Erfahrungen während der Veranstaltung erzählen?

Bruce Wayne: Ja, Günter, ich hatte mich verkleidet (Skinheadhose; Skinheadsboots; Skinheadjacke; Skinheadhosenträger; Skinheadbuttons) und unter die Besucher gemischt, um unerkannt zu bleiben. Während des Konzerts konnte ich diverse Aktivitäten und Details beobachten, die meine Aufmerksamkeit erregten.

Günter W.: Zum Beispiel?

Bruce Wayne: Zum Beispiel fiel mir auf, dass das vegane Essen tatsächliche maximal vegetarisch war. Dies war eine interessante Diskrepanz zwischen den beworbenen Angeboten und der Realität. Einige Skinheads sangen sogar „Ich ess nur was Augen hat, nur was mich anguckt macht mich satt. …

Günter W.: Interessant. Gibt es weitere Aspekte, die dir während des Konzerts auffielen?

Bruce Wayne: Ja, klar! Auf dem Boden lagen viele Krawallbrüder CDs, welche der Sänger (der mit dem Bass) zuvor irgendwo geklaut haben musste. Das wirft im Nachhinein natürlich Fragen nach der Ethik und den Absichten der Beteiligten auf.

Günter W.: Verständlich, aber nimm uns mit und erzähl doch mal, wie war die Atmosphäre vor Ort?

Bruce Wayne: Die Veranstaltung hatte eine eigentümliche Atmosphäre. Es gab eine Seifenblasenmaschine und sogar einen riesigen Teddybären und somit auf unkonventionelle Elemente hinwies. Jeder Besucher wurde am Einlass photographiert, was eine gewisse Überwachung implizierte.

Günter W.: Wer war eigentlich für die Organisation dieses Konzerts verantwortlich?

Bruce Wayne: Die Veranstaltung wurde von einem gewissen Schmidt oder Schmiedel organisiert. Die Identität sowie die Motive dieser Person werfen noch immer Fragen auf.

Günter W.: Was kannst du uns über die musikalische Ausrichtung des Konzerts sagen?

Bruce Wayne: Die Musik war punkrockähnlich und sorgte für eine energiegeladene Stimmung. Siehe geheime Livemitschnitte

Lord Wolga
Johnny James

Doch neben der Musik gab es auch andere Aktivitäten, wie Gäste, welche am Kicker-Tisch um Geld spielten, was möglicherweise gegen das Geldspielgesetz verstößt.

Günter W.: Du hattest auch die Feuertonne vor dem Gebäude erwähnt, was hatte es damit auf sich?

Bruce Wayne: Die Feuertonne zog die Besucher förmlich an, wie Motten zum Licht. Dies könnte auf eine gewisse Anziehungskraft oder Symbolik hindeuten. Ganz sicher bin ich mir da allerdings noch nicht – hier muss ich noch weitere Recherchearbeiten tätigen.

Günter W.: Vielen Dank, Bruce Wayne, für diese faszinierenden Einblicke in deine investigativen Erkenntnisse. Wir bleiben gespannt, wie sich diese Geschichte weiterentwickelt. Das war es für heute bei „Günter W. ermittelt“. Tschüss!

Bruce Wayne: Bis Denver – Tschüsseldorf – Paris, Athen, auf Wiedersehen

Boll och Bira beim CheckOut Festival

📢 Ankündigung: Armdrücken-Wettbewerb auf dem CheckOut-Festival Zeltplatz! 🏆

Liebe FestivalbesucherInnen,

wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass wir in diesem Jahr auf dem Zeltplatz des CheckOut Festivals einen aufregenden Armdrücken-Wettbewerb veranstalten werden! Seid bereit, eure Kräfte zu messen und eure Muskelkraft unter Beweis zu stellen. Zeigt eure Stärke, feuert eure Freunde an und erlebt gemeinsam unvergessliche Momente auf dem Zeltplatz. Apropos unvergessliche Momente – Dj Schimpagner hat sich angekündigt und bringt eine seiner Zeltplatzshows mit.

Wir freuen uns darauf, euch alle auf dem Zeltplatz des CheckOut-Festivals zu sehen und gemeinsam ein unvergessliches Erlebnis zu teilen!

Euer Boll och Bira-Eventteam 🎉

Das echte, beglaubigte, unverfälschte und sehr glaubwürdige Interview

Der Verständlichkeit halber wurde das Interview größtenteils ins Hochdeutsche transkribiert.

Marc S.: Juten Tach, Herr Hecht. In einem früheren Artikel äußerten Sie Vorwürfe bezüglich des Boll och Bira Cups und sprachen vom „Skandal von Lauta“. Können Sie uns genauer erläutern, welche Behauptungen Sie damit gemeint haben?

Ronny Hecht: Nu Guudn Daach. Nu, gerne. Zunächst einmal möchte ich betonen, dass ich diese Behauptungen im Nachhinein als völlig falsch anerkennen muss. Ich hatte in meiner Enttäuschung über das schlechte Abschneiden meines Teams, Contra Records, fälschlicherweise behauptet, dass wir um den Sieg betrogen wurden. Doch das war nicht der Fall. Die anderen Teams haben fair gespielt, und unser Abschneiden hing lediglich von unserer eigenen Leistung ab.

Advertising *Skinhead-Ausrüstung*

Marc S.: Verstehe. Sie haben auch gesagt, dass durch diese Vorfälle der Sport in Mitleidenschaft gezogen wurde. Können Sie uns dazu mehr Details geben?

Ronny Hecht: Natürlich. In meiner Verärgerung über die Niederlage habe ich unbegründet behauptet, dass solche Vorfälle den Fußballsport insgesamt in ein schlechtes Licht rücken würden. Ich möchte betonen, dass solche unsportlichen Verhaltensweisen Einzelfälle sind und keineswegs die gesamte Sportwelt repräsentieren. Es war ein Fehler von mir, diese Vorfälle zu dramatisieren und damit dem Sport unrecht zu tun.

Marc S.: Sie haben auch ein Zitat von Pep Guardiola angeführt, in dem er angeblich die Lust am Fußball verliert. Können Sie uns mehr dazu sagen?

Ronny Hecht: Nu, auch das war ein Irrtum meinerseits. Es tut mir leid, dass ich ein fiktives Zitat verwendet habe, um meine Behauptungen zu untermauern. Es war unangebracht und unfair, eine solche Aussage Pep Guardiola zuzuschreiben. Als Teambesitzer sollte ich mich nicht in solche Täuschungen verwickeln lassen und die Wahrheit verfälschen.

Marc S.: Fairplay war ein weiteres Thema, das Sie in Bezug auf den Skandal von Lauta angesprochen haben. Wie sehen Sie nun das Thema Fairplay und die Einhaltung ethischer Werte im Sport?

Ronny Hecht: Fairplay ist ein unverzichtbarer Wert im Sport, und ich habe diese Tatsache in meinem emotionalen Ausbruch völlig außer Acht gelassen. Als Chef von Siebdruck in Wurzen und Teambesitzer von Contra Records sollte ich immer für Fairness und Respekt im Sport eintreten. Meine erfundenen Behauptungen haben genau das Gegenteil bewirkt, und dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.

Marc S.: Zu guter Letzt haben Sie die Frage aufgeworfen, ob Deutschland eine Bananenrepublik sei. Wie stehen Sie nun zu dieser Frage und Ihrer eigenen Rolle darin?

Ronny Hecht: Die Behauptung, dass Deutschland eine Bananenrepublik sei, war ein unüberlegter und unangemessener Kommentar, der keine Grundlage hatte. Es tut mir leid, dass ich mich in meiner Enttäuschung so respektlos ausgedrückt habe. Als verantwortungsbewusste Person und Teambesitzer sollte ich mich nicht in derartige politische Vergleiche verwickeln lassen und damit die öffentliche Diskussion in eine falsche Richtung lenken.

Noch mehr Werbung

Marc S.: Vielen Dank, Herr Hecht, dass Sie sich zu diesen Punkten äußerten. Es wurde berichtet, dass aufgrund Ihrer erfundenen Behauptungen bereits einige Spieler aus Ihrer Mannschaft, darunter der Zwergenwolga, Basti und DJ Emperor, sich zurückgezogen haben. Können Sie uns dazu etwas sagen?

Ronny Hecht: Nu, das ist wahr. Aufgrund meiner unverantwortlichen Handlungen haben einige unserer Spieler das Vertrauen in mich und das Team verloren. Ich kann es ihnen nicht verübeln, denn meine erfundenen Behauptungen haben ihre Reputation in Mitleidenschaft gezogen. Es tut mir unendlich leid, dass meine Fehler zu solchen Konsequenzen geführt haben. Ich stehe zu meiner Verantwortung und werde alles tun, um das Vertrauen meiner Spieler zurückzugewinnen.

Marc S.: Verstehe. Es ist bedauerlich, dass Ihre Handlungen solche Auswirkungen hatten. Wie planen Sie, mit den zurückgetretenen Spielern und den verbleibenden Teammitgliedern umzugehen?

Ronny Hecht: Mein erster Schritt wird sein, persönlich mit den zurückgetretenen Spielern zu sprechen und mich bei ihnen aufrichtig zu entschuldigen. Ich möchte sie verstehen und ihre Bedenken ernst nehmen. Wenn es in meiner Macht steht, werde ich versuchen, sie wieder ins Team zu integrieren und das Vertrauen wiederherzustellen. Gleichzeitig werde ich auch mit den verbleibenden Teammitgliedern sprechen und ihnen versichern, dass ich aus meinen Fehlern lernen werde und das Team in eine respektvollere und verantwortungsvollere Richtung lenken möchte.

Marc S.: Vielen Dank, Herr Hecht, für Ihre Offenheit bezüglich dieser schwierigen Situation. Es ist wichtig, dass Sie sich den Konsequenzen Ihrer Handlungen stellen und Ihre Verantwortung als Teambesitzer wahrnehmen.

Ronny Hecht: Danke Ihnen. Nu, ich stehe zu meinen Fehlern und werde alles in meiner Macht stehende tun, um die Situation zu bereinigen und mein Team wieder zu einem vereinten und respektvollen Umfeld zu machen. Es wird ein langer Weg sein, aber ich bin bereit, daran zu arbeiten und aus meinen Fehlern zu lernen.

Marc S.: Abschließend, gibt es noch eine Botschaft, die Sie an Ihre Spieler, Fans und die gesamte Fußballgemeinschaft richten möchten?

>>>Veranstaltungstipps<<<

1.9.2023 Johnny Wolga und Schmachwanderunk in Finsterwalde

2.9.2023 Johnny Wolga und Schmachwanderunk in Potsdam

Ronny Hecht: Ja, sehr gerne. An meine Spieler, vor allem an den Zwergenwolga, Basti und DJ Emperor, möchte ich sagen, dass ich zutiefst bedauere, was meine falschen Behauptungen angerichtet haben. Ich verstehe, dass das Vertrauen erschüttert ist, aber ich hoffe, dass ihr mir die Chance geben werdet, es wiederherzustellen. An unsere Fans und die Fußballgemeinschaft möchte ich sagen, dass ich aus diesem Vorfall gelernt habe und mein Bestes tun werde, um ein Vorbild für Fairplay und Respekt zu sein. Gemeinsam können wir aus dieser Erfahrung lernen und als Team gestärkt daraus hervorgehen.

Marc S.: Vielen Dank, Herr Hecht, für Ihre aufrichtige Entschuldigung und Ihre Bereitschaft, aus Ihren Fehlern zu lernen. Wir hoffen, dass Sie und Ihr Team gestärkt aus dieser schwierigen Situation hervorgehen werden.

Ronny Hecht: Ich danke Ihnen. Ich werde mein Bestes tun, um meine Fehler wieder gutzumachen und das Vertrauen zurückzugewinnen. Es ist ein Lernprozess, und ich bin entschlossen, ein besserer Mensch und Teambesitzer zu werden.

Hiermit beenden wir offiziell den „Skandal von Lauta“! Ronny, war’s so schwer sich zu entschuldigen?

Back to Future – von A wie Ankunft bis W wie Waldbad Teil 4

Endlich, Ronny Hecht, Chef von Siebdruck aus Wurzen, hat sich mittels Interview zu den (eigenen) Vorwürfen geäußert. Dieses echte, beglaubigte, unverfälschte und sehr glaubwürdige Interview wird demnächst der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Zurück zum erlebten Geschehen. Nachdem wir dem Zeltplatz endgültig den Rücken kehrten und wir auf dem Festivalgelände ankamen, tauchte ein einsamer und verwaister Fan des großartigen DJ Schimpagner auf. Als jener Aficionado uns erblickte, klagte er sogleich sein Leid. „Och man! Voll blöd, dass dieses Jahr keine DJ Schimpagner Show auf dem Zeltplatz ist. Leider konnte ich letzte Woche nicht beim Boll och Bira Cup sein, um die Show erleben zu dürfen!“ Wir konnten ihm nur sagen, dass er nächstes Jahr definitiv die Chance haben wird, seinen großen Helden, beim Boll och Bira Cup zu sehen. Abschließend machten wir noch ein Bild für die Photowand und entließen ihn in Richtung Merchstände.

Bild für die Photowand

Später erklangen Geräusche von der Hauptbühne, irgendwas mit „Affenmann“ und „zusammen arbeiten“, zumindest behaupten wir dies im Rückblick einfach. Nach den „Unterdrückten“ folgte schon die nächste Band, welche auf der Zeltbühne ihre Instrumente fachgerecht bedienten. Jedoch konnten wir dies nur erahnen, denn wir wurden durch einen findigen Verkäufer aufgehalten. Er, nennen wir ihn David, lockte uns zu seinem Stand. Dort angekommen, zeigte er uns allerlei Schallplatten und gab ungefragt Infos zu den Vinylexemplaren. Nach einer gefühlten Ewigkeit strömten Menschenmassen am Stand vorbei Richtung Hauptbühne, denn dort manifestierte sich eine Band, welche durch Trompete und Berliner (Bernauer)-Schnauze auffiel. OXO 86 lud alle Menschen zum gemeinsamen Singen und Tanzen ein. Als schließlich die Könige auf Reisen gingen, tauchte ein SUP am Bühnenrand auf und Wilfried „King Willi King“ Köhn bestieg dieses sicher. Es folgte eine Runde Crowdsurfen inkl. Pyrotechnik (kalter Rauch), ehe der „König“ wieder auf der Bühne landete.

Crowdsurfen inkl. Pyrotechnik (kalter Rauch)

Dann war Schluss und die Künstler verschwanden hinter ihrem großen Backdrop (siehe unten), um mit den üblichen Zugabe-, Flughafen- und oder Schubkarrenrufen des Publikums wie gehabt wieder aufzutauchen.

siehe hier – Backdrop

Doch irgendetwas war anders! Rosafarbene Rüschenhemden zierten die Körper der OXOianer und prompt war es Mitternacht in der Taverne! Jeder Mensch findet doch Chris Roberts gut, oder?

Nach dieser großartigen Performance wurde ein geringfügig größeres Backdrop als das von OXO gehisst und es kam ein grinsender gelber Kopf zum Vorschein. Johnny Wolga The Toy Dolls stürmten auf die Bühne und legten sofort los. Muss man gesehen respektive erlebt haben, um dies Können zu begreifen. Leider nuschelte Herr Olga derartig, dass wir seine gesprochene Sprache kaum deuten konnten. Dies lag womöglich an seiner inselhaften Herkunft oder an unserer mangelnden Multilingualität, aber dafür hat er eine tolle Gitarren!

Conclusio: Auch wenn wir nur einen Tag auf dem Back to Future sein konnten, wir fanden es super! Sicherlich gibt es hier und da Verbesserungsbedarfsansätze, aber alles in allem eine gelungene Veranstaltung.

P.S. Kann ja nicht alles so gut sein wie beim Boll och Bira Cup

P.P.S. Besteht Interesse an einem Fußballevent, neben dem Waldbad gibt es nämlich einen gepflegten Platz! Wir jedenfalls wären bereit für ein Event im Event.

Back to Future – von A wie Ankunft bis W wie Waldbad Teil 3

Vorab müssen wir euch mitteilen, dass sich Ronny Hecht noch nicht entschuldigte und somit ist der „Skandal von Lauta“ weiterhin in der Klärungsphase. Nun aber zurück zum Tatsachenbericht.

Auf dem Gelände gab es selbstverständlich auch eine Fressmeile1, diverse Getränkebuden2 und einen „Kippenstand“. Letzterer wurde von qualifizierten RaucherInnen verwaltet. Das Sprachrohr, der PepeMann, trieb auch sein Unwesen auf den Zeltplätzen und lockte mit seinen Streuartikeln Rezipienten in die zukünftige Abhängigkeit. Helmut Körschgen wäre stolz auf diesen Mitarbeiter des Tabakgroßhändlers.

Leider konnten wir nicht bei jeder Band vor der Bühne sein, denn uns fehlte das Running Order Shirt – getreu dem Motto: Kein Shirt, keine Running Order! Magnetbandverkäufer Matze (Tape or Die) hatte Glück und konnte eines der extrem seltenen ROS erstehen. Wir vermuten Vetternwirtschaft, denn offensichtlich gab es diese nur für ausgewählte Personen!

Der Planlosigkeit geschuldet verirrte man sich erneut auf den Zeltplatz. Eine kleine Gruppe Menschen funktionierte diesen kurzerhand zum Bier-Yoga™ Feld um. TeilnehmerInnen3 sind definitiv TrittbrettfahrerInnen aufgesessen, denn in den Getränkebehältnissen befand sich eindeutig und unumstößlich alkoholfreies Bier. Apropos Nepper, Schlepper, Bauernfänger, so wurde immer berichtet, dass dieser DJ Schimpagner4 seine Show irgendwo auf dem Zeltplatz bereits aufführte, aufführt und oder aufführen wird. HINWEIS: Festivals können ein Hort des Bösen sein! Passt auf euch und eure Mitmenschen auf!

O-Töne

1Die Fressmeile war sehr gut und es gab für jede*n was. Man musste am Kitchen Riot Foodtruck etwas Wartezeit mitbringen. Wir bekamen eine Nummer, wobei die Nummern willkürlich waren und nicht aufeinander aufbauten. Das Essen war aber der Hammer!

2Ich mach mir Sorgen um den Biernachschub! Nach dem Kasten und dem anderen Kasten bleibt nur noch ein Kasten übrig!

3Das hatte keinen Spaß gemacht! Immer wenn ich dachte, ich kann gleich einen großen Schluck Bier trinken, musste ich zu meinem Leid feststellen, dass es gar kein Bier war. Zum Glück war ich schon so betrunken und bemerkte es eigentlich gar nicht wirklich. Bezahlt hätte ich dafür nicht.

3Scheiße! Erst kein Bier und dann auch noch einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen.

4Voll der krasse Kunde. Ich suche jetzt schon seit zwei Tagen, aber bekomme nur halbgare Informationen.

Im 4. Teil – Chef von Siebdruck aus Wurzen verrät …